Trading Basics – die Checkliste

Die Implementierung einer Trading-Checkliste ist ein wichtiger Teil des Trading-Prozesses, da sie Tradern hilft, einen Trading-Plan einzuhalten, diszipliniert zu bleiben und auch mehr Gewissheit zu schaffen. Das Führen einer Trade-Checkliste bietet Tradern eine Liste von Fragen, die Trader beantworten sollten, bevor sie Trades tätigen.
Trotzdem ist es wichtig, einen Handelsplan nicht mit einer Trading-Checkliste zu verwechseln. Ein Handelsplan befasst sich mit dem Gesamtbild, wie dem Markt, in dem Sie handeln, und dem von Ihnen gewählten analytischen Ansatz.
Die Trade-Checkliste konzentriert sich auf jeden einzelnen Trade und die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor ein Trade abgeschlossen werden kann.
Ihre Trading-Checkliste
Stellen Sie sich vor der Eingabe eines Trades die folgenden 7 Fragen:
Trendmarkt oder Ranging-Markt?
Wird der Handel durch einen Indikator bestätigt?
Gibt es ein signifikantes Maß an Unterstützung oder Widerstand?
Wie viel Kapital riskiere ich?
Wie ist das Risiko-Ertrags-Verhältnis?
Gibt es wichtige Wirtschaftsmeldungen, die den Handel beeinträchtigen könnten?
Befolge ich den Handelsplan?
Werfen wir einen genaueren Blick auf jede dieser Fragen.

1 Trendmarkt oder Ranging-Markt?

Erfahrene Trader wissen, dass das Erkennen eines starken Trends und der Handel in seine Richtung zu Trades mit höherer Wahrscheinlichkeit führen können. Es gibt ein berühmtes Sprichwort, dass Trendmärkte Trader vor schlechten Einstiegen bewahren können. Selbst wenn der Trader einen Short-Trade eingeht, nachdem sich der Trend etabliert hat, wird der Trend weiterhin mehr Pips (Punkte) nach unten als nach oben bringen.
Trader sollten sich fragen, ob der Markt Anzeichen für einen starken Trend aufweist und ob “Trend-Trading” Teil des Handelsplans ist.
Ranging-Märkte neigen dazu, einen Preissprung zwischen Unterstützung und Widerstand beim Handel innerhalb eines Kanals zu zeigen. Einige Märkte, wie die Asiatische Trading Session, werden in der Regel in Ranges gehandelt. Oszillierende Indikatoren (Stochastic, RSI, CCI) können für Trader, die sich auf Range Trading konzentrieren, sehr hilfreich sein.

2 Wird der Handel durch einen Indikator bestätigt?

Indikatoren helfen Tradern, Trades mit hoher Wahrscheinlichkeit zu bestätigen. Abhängig vom Handelsplan und der Strategie haben Händler 1 oder 2 Indikatoren, um die Handelsstrategie zu ergänzen.
Wichtig: Gehen Sie nicht in die Falle, Ihre Analyse zu verkomplizieren, indem Sie mehrere Indikatoren zu einem Chart hinzufügen. Machen Sie Ihre Analyse sauber, einfach und gleich auf den ersten Blick lesbar.

3 Gibt es ein signifikantes Maß an Unterstützung oder Widerstand?

Preisbewegungen berücksichtigen aus einer Reihe von Gründen bestimmte Preisniveaus, und die Fähigkeit, diese Niveaus zu identifizieren, ist entscheidend. Händler möchten keine Short-Position halten, nachdem der Preis auf das Key-Unterstützungsniveau gefallen ist, nur um wieder aufzusteigen.
Dasselbe passiert, wenn sich der Preis einem Key-Widerstandsniveau nähert und normalerweise kurz danach tiefer fällt. Trend-Trader suchen normalerweise nach anhaltenden Durchbrüchen dieser Niveaus als Zeichen dafür, dass der Markt einen Trend beginnen könnte. Auf der anderen Seite werden Range-Trader nach einem Preis suchen, der über längere Zeiträume zwischen Unterstützung und Widerstand schwankt.

4 Wie viel Kapital riskiere ich?

Diese Frage ist für Trader extrem wichtig. Oftmals sprengen Händler ihre Konten, indem sie das Beste aus dem Konto machen wollen, um das “Richtige” zu finden. Eine Möglichkeit, dies zu vermeiden, besteht darin, den für alle Trades verwendeten Hebel auf 10:1 oder weniger zu begrenzen. Ein weiterer nützlicher Tipp ist es, Stops für alle Trades zu setzen und sicherzustellen, dass das kumulierte Risiko 5% des Kontostands nicht überschreitet.
Tipp: Bevor Sie einen Trade platzieren, fragen Sie sich, wie viel Kapital Sie verwenden wollen.

5 Wie ist das Risiko-Ertrags-Verhältnis?

Das Risiko-Ertrags-Verhältnis ist das Verhältnis der Anzahl von Punkten, die Händler riskieren, um ein Ziel zu erreichen. Laut vielen Studien haben Trader mit einem positiven Risiko-Ertrags-Verhältnis fast dreimal höhere Gewinnchancen als diejenigen, die diesem Indikator nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Zum Beispiel bedeutet ein Verhältnis von 1:2, dass ein Trader die Hälfte von dem riskiert, was er bekommen kann, wenn der Trade erfolgreich ist.

6 Gibt es wichtige Wirtschaftsmeldungen, die den Handel beeinträchtigen könnten?

Unerwartete Marktnachrichten haben das Potenzial, den perfekten Handel zu entkräften. Während es fast unmöglich ist, Dinge wie Naturkatastrophen oder System-Ausfälle auf den Finanzmärkten vorherzusagen, können Händler ihre Aktivitäten basierend auf wirtschaftlichen Veröffentlichungen wie CPI, PMI, NFP und BIP planen.

7 Befolge ich meinen Handelsplan?

All dies ist nutzlos, wenn es nicht mit dem Handelsplan übereinstimmt. Eine Abweichung vom Handelsplan führt zu mehrdeutigen Ergebnissen und stört nur den Handelsprozess. Halten Sie sich an Ihren Handelsplan und platzieren Sie keine Trades, bis die Trade-Checkliste vollständig ist und bestätigt, dass der Trade ausgeführt werden kann.
Trading-Checkliste: Das sollte man sich merken
Eine Trade-Checkliste zu haben bedeutet nicht, dass alle Trades automatisch profitabel werden. Es wird Tradern jedoch helfen, sich an einen Handelsplan zu halten, konsequenter zu handeln und impulsive oder rücksichtslose Trades zu vermeiden.

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